Landgard verlieh am 10.06.2010 erstmals den Grow Award

Die Preisträger: Viola Müller, Burkard Kautz
und Heiderose Hoya (von links)
“Wachsen Sie über sich hinaus!” unter diesem Motto hatte die Landgard Stiftung in diesem Jahr erstmalig den Grow Award ausgeschrieben, um herausragende Leistungen im Gartenbau zu würdigen. Die Landgard-Stiftung verbindet hiermit den Wunsch, innovative Projekte im Gartenbau zu fördern und ein zielgerichtetes Wachstum der Grünen Branche zu stärken.
Zwei der drei Preisträger wurden für Arbeiten ausgezeichnet, die Sie an der Universität Bonn im Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) Fachbereich Gartenbauwissenschaft durchgeführt haben. Unsere Preisträger sind Herr Burkard Kautz und Frau Viola Müller.

Preisübergabe an Burkhard Kautz
Burkard Kautz untersuchte im Rahmen seiner Diplomarbeit im Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) Fachbereich Gartenbauwissenschaft und in Zusammenarbeit mit der Firma Hort Kinetix die Auswirkungen von Hitzestress auf Trockenzwiebeln (Allium cepa). Hintergrund der Arbeit ist die Bedeutung des Qualitätserhaltes von Zwiebeln nach dem Verlassen des Produzentenlagers, im Lebensmittelhandel und beim Endverbraucher. In seiner Arbeit testete er Messverfahren, um eine Qualitätsbestimmung anhand physiologischer Vorgänge zu bestimmen. Derzeit ist Herr Kautz als Doktorand an der Universität Bonn im Bereich INRES-Gartenbauwissenschaft tätig.
Die Jury des Grow Awards hat sich aufgrund eines starken Praxisbezuges der Aufgabenstellung mit raschen Übertragungsmöglichkeiten in die Optimierung der Lagerung und des Transportes von Trockenzwiebeln, der Aktualität der bearbeiteten Thematik sowie der förderungswürdigen Beurteilung einer weiteren Arbeit in dem Forschungsgebiet für dieses Projekt ausgesprochen.

Viola Müller erhält den Preis
Preisträgerin Viola Müller untersuchte im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Universität Bonn Fachbereich Gartenbauwissenschaft die Bedeutung des Genotyps für die Wuchsleistung von Stevia rebaudiana Bertoni in der Anzuchtphase. Stevia ist seit einiger Zeit als alternatives kalorienfreies, natürliches Süßungsmittel im Gespräch, dessen Zulassung bis Ende des kommenden Jahres von den Fachleuten erwartet wird. Anbauversuche zeigen, dass ein erfolgreicher Stevia-Anbau mit beachtenswerten Erträgen auch unter mitteleuropäischen Klimabedingungen möglich ist. Da bisher noch erhebliche Ertragsschwankungen zu verzeichnen sind, wird nach Möglichkeiten der Ertragsoptimierung bei Stevia gesucht. Eine dieser Möglichkeiten wird in der Verbesserung der Jungpflanzenanzucht- und qualität gesehen. Auch Frau Müller ist seit Januar 2010 an der Universität Bonn im Institut für Nutzpflanzen und Ressourcenschutz, Bereich Gartenbauwissenschaft, als Doktorandin tätig.
Die Jury hat sich wegen der innovative Versuchsanstellung und der aktuellen Thematik der möglichen Zulassung von Stevia als Nutzpflanze sowie dem Potenzial für die Diversifizierung des Anbaus gartenbaulicher Nutzpflanzen in den gemäßigten Breiten für dieses Projekt entschieden.
UN-Tag der Artenvielfalt in den Botanischen Gärten Bonn
Unter dem Motto „Schatzkammer Botanische Gärten“ würdigten die Botanischen Gärten der Universität Bonn den UN-Tag der Artenvielfalt am 22.05.2010 mit einem Aktionstag für die breite Öffentlichkeit. Über 3500 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich an mehr als 40 Ständen verschiedenster Organisationen über die unterschiedlichsten Aspekte der Biodiversität zu informieren.
Das Kompetenzzentrum Gartenbau war vertreten durch Frau Dr. Christa Lankes, die im Nutzpflanzengarten mit Informationen über ein aktuelles Projekt zur Apfel-Züchtungsforschung sowie über Forschungsprojekte zum südamerikanischen Süßkraut (Stevia rebaudiana) sowie zum asiatischen Wassernabel (Centella asiatica) wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Pflanzenarten aus drei Kontinenten vorstellte.
- KoGa-Poster (pdf, 184 kB)
- Poster Centella asiatica (pdf, 1.2 MB)



