Aktuelles

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15 Jahre Kompetenzzentrum Gartenbau

Am 7. September feierten Mitglieder und Freunde des Kompetenzzentrums mit einem Festkolloquium das seit 2002 bestehende KoGa. Diese Veranstaltung, die unter dem Motto: Herausforderungen und Chancen des Gartenbaus stand, war zugleich eine Würdigung des Lebenswerks von Prof. Dr. Georg Noga, der Ende September in den Ruhestand eintreten wird.

Festredner: Bild von links nach rechts: Herr Gerhard Baab, Prof. Peter Stehle, Prof. Ulrich Schurr, Prof. Georg Noga, Prof. Georg F. Backhaus, Dr. Andreas Mager, Herr Franz-Josef Schockemöhle
Bild von links nach rechts: Herr Gerhard Baab, Prof. Peter Stehle, Prof. Ulrich Schurr, Prof. Georg Noga, Prof. Georg F. Backhaus, Dr. Andreas Mager, Herr Franz-Josef Schockemöhle

Schon in den Grussworten des Dekans der landwirtschaftlichen Fakultät, Herrn Prof. Peter Stehle und des Leiters Land- und Gartenbau der Landwirtschaftskammer NRW, Herrn Franz-Josef Schockemöhle, wurde deutlich, dass es Prof. Georg Noga seit seiner Berufung an das Institut für Gartenbauwissenschaften im Jahre 1998 ein wichtiges Anliegen war, die Versuchsflächen der Universität in Klein-Altendorf mit der Obstbauversuchanlage des Dienstleistungszentrum ländlicher Raum, damals in Walporzheim nahe Ahrweiler, zusammenzuführen, um die Kompetenzen der beiden Einrichtungen zu bündeln. Im Jahre 2002 war es dann soweit, dass DLR und Universität Bonn das KoGa gründeten. 2009 trat dann das Forschungszentrum Jülich und 2012 die Landwirtschaftskammer NRW dem Verbund bei. In den Festvorträgen wurde deutlich, wie visionär Prof. Georg Noga dieses Anliegen voran trieb.

Frestolloquium, 15 Jahre KoGa und Verabschiedung von Prof. Dr. Georg Noga

Präsident und Professor des Julius-Kühn Instituts, Dr. Georg F. Backhaus zeigte in seinem Vortrag unter dem Titel “Forschung für die Zukunft des Gartenbaus” auf, welche Herausforderungen die gartenbauwissenschaftliche Forschung in den nächsten Jahren zu meistern hat, mit einer Spannweite von angewandter Forschung zu effizienteren Ernteverfahren bis hin zu molekularbiologischen Züchtungsfragen. Herr Gerhard Baab, Versuchsleiter Kernobst des DLR Rheinpfalz am Standort Klein-Altendorf  zeigte in seinem Vortrag “Apple Replant Disease: Kooperatives Versuchswesen und Forschung am Standort” ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit im KoGa, die auch in vielen erfolgreichen Bachelor- und Masterarbeiten sowie der Mitarbeit in zwei internationalen Forschungverbünden resultierte. Dr. Andreas Mager schlug dann in seinem Beitrag “Das Bonner Institut für Gartenbauwissenschaft, ein generationenübergreifender Partner für die Praxis” einen historischen Bogen über 70 Jahre obstbauliche

Feier im Mittelmeerhaus des Botanischen Gartens Bonn

Forschung in Bonn und zeigte, wie praxisrelevant die Forschung am Bonner Gartenbauinstitut mit ihrem frühen Fokus auf Lagerphysiologie und Virusfreimachung war und wie visionär und mutig Prof. Georg Nogas Bemühungen um einen Verbund der Obstbau-relevanten Einrichtungen in der Region waren. Schließlich berichtete Prof. Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich in seinem Beitrag “Kooperation GROSS geschrieben: Gartenbau, Phänotypisierung und Bioökonomie” über die verschiedenen, meist erfolgreichen, Netzwerkaktivitäten, die das Bonner Institut unter Prof. Georg Noga mit dem Forschungszentrum Jülich verbinden.
Mit einem  Empfang im Mittelmeerhaus der Botanischen Gärten wurde der KoGa-Geburtstag und der Abschied von Prof. Georg Noga dann mit Musik der “Peasants” bis weit in die Nacht hinein gefeiert.

Wissenschaftliches Kolloquium und Exkursion im Fokus von TOMRES

Als Ehrengast des Doktorandenkolloquiums am 6. September 2017 durfte das Institut Gartenbauwissenschaft der Universität Bonn Prof. Dr. Dimitrios Savvas von der Agrarwissenschaftlichen Universität Athen begrüßen.

Prof. Savvas hielt einen spannenden Vortrag zum Thema „organic horticulture“ und nahm im Rahmen zukünftiger Produktionsziele gartenbaulicher Kulturen Bezug zu den anstehenden Aktivitäten und Arbeitszielen des TOMRES Projektes. Im Rahmen des EU-Projektes TOMRES werden „sparsame“ Tomatenpflanzen identifiziert, die trotz reduzierter Nährstoff- und Wassergabe ertragreiche Ernten einbringen. Dabei werden aus einer Linienkollektion geeignete Kandidaten ausgewählt und in weiteren Arbeitspaketen u.a. die Effekte eines ökologischen Anbaus sowie des Veredelns untersucht.

 

Als weitere Gäste durften wir Herrn Ludwig Zeitheim und seinen Kollegen Mihail Brinza von dem Betrieb der Neurather Gärtner begrüßen, die das TOMRES Projekt von Seiten der Praxis unterstützen (http://www.neurather-gaertner.de/).

 

Im Anschluss an das Kolloquium besichtigten die TOMRES Partner die Tomatenabteile des Gewächshauses am Campus Klein-Altendorf. Als abschließendes Highlight führte Herr Zeitheim durch den eindrucksvollen 16 ha großen Gewächshauskomplex des Neurather Betriebes bei Grevenbroich. Er erläuterte eindrücklich die Effizienz und Herausforderungen eines solch großen Betriebes, der trotz seines Fokus auf Wirtschaftlichkeit ein großes Interesse an wissenschaftlichen Fragestellungen hat.

Projekt TOMRES - Selektion fitter und ertragreicher Tomaten unter Stressbedingungen

Im Juni 2017 startete das EU Projekt TOMRES mit 25 Partnern aus 10 Ländern mit der Projektkoordination bei Herrn Prof. Dr. Andrea Schubert von der Universität Turin.

An der Universität Bonn werden in diesem Kontext Tomatenpflanzen identifiziert, die unter reduzierter Nährstoff- und Wassergabe ertragreiche Ernten einbringen. Mittels optischer Sensoren werden an den Instituten für Nutzpflanzen und Ressourcenschutz - Phytomedizin und Gartenbauwissenschaft physiologische Veränderungen auf Blattebene erfasst, die es ermöglichen, eine Aussage über die Fitness der Pflanze zu treffen. Die Fruchtqualität und Anreicherung wertgebender Inhaltsstoffe werden am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften - Molekulare Lebensmitteltechnologie bewertet. Solche „sparsamen“ Tomatenpflanzen sind zielführend für einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Gartenbau mit schmackhaften Tomaten. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.uni-bonn.de/neues/wissenschaftler-wollen-sparsame-tomaten-zuechten

15 Jahre Kompetenzzentrum Gartenbau

Das Kompetenzzentrum Gartenbau (KoGa) feiert sein 15-jähriges Bestehen im Rahmen eines wissenschaftlichen internationalen Colloquiums am 7. September 2017 ab 14:30 Uhr im Hörsaal Nussallee 4 der Universität Bonn.

Partner des KoGa-Netzwerkes aus Praxis, Versuchswesen und Wissenschaft werden auf dieser Veranstaltung Herausforderungen und Chancen des Gartenbaus diskutieren.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

Bonner Expertise auf der ENFRUTE in Brasilien

Die internationale Obstbautagung ENFRUTE findet alle 2 Jahre im Apfelzentrum ‘Parque de Maca‘ in Fraiburgo statt. Dieses Jahr waren Hagelnetze, Fruchtausfärbung und Klimawandel die Schwerpunktthemen der Tagung.

Dr. Michael Blanke vom INRES-Gartenbauwissenschaft der Universität Bonn war zum wiederholten Mal invited speaker – diesmal mit einem Beitrag zur Verbesserung der Fruchtfarbe im Apfelanbau und schlug in seinem Plenarvortrag Forschungsstrategien für die Klimabedingungen im Süden Brasiliens vor.

 

Der Apfelanbau in Brasilien mit 33.393 ha (2016) und pro Jahr ca. 1 Mio. Tonnen Äpfel (Gala und Fuji), von denen ca. 10-15% (im Wert von 36,4 Mio. US $) nach Europa und Asien exportiert werden, ist etwa in der gleichen Größenordnung wie in Deutschland. Da Brasilien allerdings 208 Mio. Einwohner hat, liegt der Apfelkonsum pro Kopf bei nur 4,2 kg/Jahr.

 

Der Klimawandel führt im Apfelanbaugebiet im Süden Brasiliens (26-31 °S) vermehrt zu Starkregen, Hagelschäden, Sonnenbrand, unzureichender Blüteninduktion und Fruchtausfärbung und unzureichendem Kältereiz im Winter (Chilling) bei den beiden Hauptsorten ‘Gala‘ und ‘Fuji‘.

Lösungsansätze beinhalten den Ersatz für die vorhandenen schwach färbenden ‘Royal Gala‘ und ‘Gala Mondial‘ Bäume durch rote Mutanten wie ‘Brookfield', 'Maxi Gala‘ und ‘Fuji Suprema‘ sowie durch die lokalen Apfelsorten ‘Daiane‘ und ‘Monalisa‘, die an das Klima mit geringem Kältereiz im Winter (Chilling unter 600 CH) und die Konsumentensprüche (rote, süße kleinere Früchte wie Gala mit einem Fruchtgewicht um 140 g) angepasst sind. Desweiteren spielt neben der Standort- und Hagelnetzwahl eine Strategie zur Vermeidung von Beschattung eine Rolle, um eine gute Rotfärbung der Früchte zu erreichen. Unter anderem sollen Mittel kurz vor der Ernte vermieden werden, die die Rotfärbung vermindern können (z.B. Retain u.a.), weitere Ansätze ergeben sich aus Versuchen mit Biostimulanzien und Lichtreflektoren, die sich bereits in Klein-Altendorf bewährt haben. Für schwach gefärbte Äpfel erhält der Anbauer ca. 20 Cent/kg, für Premiumfrüchte mit guter Farbe ein Vielfaches, so dass sich die Bemühungen lohnen.

„BioSC im Dialog“ beim Bürgerforum RWTHextern: „Vertical Farming – Ein Konzept mit Zukunft?“

Am 30. Juni 2017 fand in Aachen eine gemeinsame Veranstaltung von „BioSC im Dialog“ und „RWTHextern“ statt. Prof. Dr. Georg Noga, Professor für Gartenbauwissenschaft an der Universität Bonn und KoGa-Gründungsmitglied, sprach über Vertical Farming, einen innovativen Ansatz für die Nahrungsmittelproduktion in städtischen Ballungsräumen. Der Vortrag stieß auf breites Interesse und endete mit einer lebhaften Diskussion.

 

Einen ausführlichen Artikel über den Vortrag finden Sie im BioSC Newsletter für den Monat Juli 2017: https://www.biosc.de/newsletter?type=2&id=1012

Erstes Symposium zu "Blühinduktion, Fruchtansatz und Alternanz im Obstbau"

Vom 19. bis zum 23. Juni 2017 trafen sich fast 100 Wissenschaftler aus 26 Ländern und allen Kontinenten zum ersten Symposium zu "Blühinduktion, Fruchtansatz und Alternanz im Obstbau" in Palermo.

Organisiert wurde die Tagung von Prof. Francesco Marra, Prof. Tiziano Caruso und der italienischen Gesellschaft für Obstbau SOI in dem 400 Jahre alten historischen Gebäude der Universität Palermo.
Weltweit sind fast alle Obstarten von Alternanz betroffen, besonders Pistazie, Mandel, Mandarinen, Litchi, Mango und Apfel mit den Sorten Honeycrisp, Fuji und Elstar.
Schwerpunkte waren physiologische und genetische Regelmechanismen um Flowering Locus T (‘Florigen’), mögliche Maßnahmen gegen Alternanz in Obstanlagen, aber auch Minderung von Klimawandelfolgen wie z.B. die Verhinderung von Frostschäden bei der Blüte früher Sorten.
Für das KoGa waren Dr. Lutz Damerow und  Dr. Michael Blanke mit einem Vortrag zur Alternanzforschung bei Elstar beteiligt und stellten die Arbeiten aus Klein-Altendorf (Diplomarbeit Frau Krasniqi und Review zur Alternanz) vor. Herr Dr. Blanke  leitete zudem als Chairman eine Sektionssitzung zur Physiologie der Alternanz.
Offen bleibt die Frage, ob es eine zweite Tagung zu diesem sehr focussierten Tagungsthema geben wird, vage Vorschläge für Austragungssorte sind Frankreich (Montpellier), Australien, China und Deutschland (Bonn).

KoGa-Mitglied Dr. Nazim Gruda ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gemüse und Kartoffeln für Südosteuropa

Herr Dr. Gruda wurde beim letzten Symposium der Internationalen Gesellschaft für Gartenbauwissenschaften (ISHS) zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Gemüse und Kartoffeln für Südosteuropa gewählt.

An der Tagung, die vom 20. bis zum 23.06.2017 in Maribor, Slowenien, stattfand, nahmen ca. 65 Wissenschaftler aus 28 Ländern und 4 Kontinenten teil.

 

Herr Dr. Gruda war eingeladener Fachreferent auf der Veranstaltung und gehörte auch zum wissenschaftlichen Komitee. Außerdem leitete er einen FAO-Workshop über den geschützten Anbau von Gemüse, der als Parallelveranstaltung bei diesem Symposium stattfand.

Neue Mitarbeiter für KoGas Präzisionsgartenbauprojekt

Seit Juni 2017 sind drei neue Mitarbieter in dem Europäischen Innovationsprojekt "Optimierung des Salatanbaus mittels Präzisionserkennung und -applikation von Pflanzenschutzmitteln" beschäftigt.

Frau Dr. Laura Junker arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim KoGa-Partner Forschungszentrum Jülich. Zusammen mit Herrn Dr. Onno Muller bearbeitet sie das Arbeitspaket 1 und untersucht die nicht-invasive Detektion von Blattlausbefall an Salatpflanzen. Frau Dr. Junker hat nach dem Masterstudium der Biologie an der Universität Düsseldorf an der University of Toronto im Bereich Pflanzenbiologie promoviert. Zuletzt hat sie im Rahmen des BioSC-Projektes InducTomE die gezielte Induktion des Sekundärmetabolismus von Tomatenpflanzen untersucht.

 

Herr Dr. Xin Wu verstärkt das Team am Institut für Landtechnik der Universität Bonn. Er arbeitet zusammen mit Herrn Dr. Lutz Damerow an der Entwicklung des Applikationssystems.

Herr Dr. Wu hat sein Studium an der TU München abgeschlossen, danach hat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden gearbeitet. Von Januar 2013 bis April 2017 arbeitete er als Hydraulikingenieur bei der Firma XCMG ERC in Krefeld.

 

Frau Miriam Robertz unterstützt als Projektassistentin die Projektkoordinatorin Frau Dr. Hannah Jaenicke im Bereich der Administration sowie der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.

Frau Robertz hat Ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, mit den Wahlqualifikationen Assistenz und Sekretariat sowie Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement, erfolgreich abgeschlossen.

Sie absolvierte den praktischen Teil Ihrer Ausbildung beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) in Rheinbach. Ihre Schwerpunkte lagen im Bereich der Verwaltung sowie bei der Mitarbeit bei Veranstaltungsplanung und Durchführung. Dadurch bringt Sie bereits Erfahrungen für Ihren neuen Tätigkeitsbereich mit.

Besuchervielfalt am UN Tag der Artenvielfalt 2017

Im Rahmen des UN Tages der Artenvielfalt, zog auch dieses Jahr das große Aufgebot an Ausstellungsstücken, Projektvorstellungen und interaktiven Anschauungsobjekten des INRES Institutes Agrar- und Produktionsökologie und des Kompetenzzentrums Gartenbau (KoGa) viele Besucher des Botanischen
Gartens der Universität Bonn an.
Am KoGa-Stand wurde insbesondere das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderte Projekt „Ökologische Vielfalt in Obstanlagen“ vorgestellt und den vielen interessierten Besuchern einige Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität in Erwerbsobstanlagen (z.B. Nisthilfen, Blühpflanzen) vorgestellt.
Stellvertretend für das INRES Institut Gartenbauwissenschaften erläuterten Hannah Jaenicke und Kim Preuß mit der Unterstützung von Mareike Zizka und Johannes Krassmann unter anderem auch das Thema „Gartenbauliche Kulturen im Wandel“ und damit verbundene Fragestellungen. Der ein oder andere Besucher ließ sich unter dem Aspekt „wiePflanzen durch ihre Umwelt beeinflusst werden!“ in die Welt der pflanzlichen
Umweltfaktoren entführen und konnte möglicherweise aufgrund lächelnder oder auch weinender Pflanzen ein Gefühl für positive sowie auch potentiell negative Umweltfaktoren gewinnen.

Kick-Off für KoGa’s EIP-Agri Projekt

Am 11. April 2017 trafen sich elf Mitglieder und Partner der Operationellen Gruppe „Präzisionsgartenbau“ in Bornheim zum Start des Innovationsprojekts „Optimierung des Salatanbaus mittels Präzisionserkennung und -applikation von Pflanzenschutzmitteln“, das im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP-Agri) durchgeführt wird.

Am 11. April 2017 trafen sich elf Mitglieder und Partner der Operationellen Gruppe „Präzisionsgartenbau“ in Bornheim zum Projektstart.

Nach einer kurzen Einführung in das Projekt und seine Ziele durch Frau Dr. Hannah Jaenicke (KoGa/INRES Gartenbauwissenschaft der Universität Bonn) wurden von den Arbeitsgruppen um Dr. Onno Muller und Frau Dr. Laura Junker vom Forschungszentrum Jülich und Dr. Lutz Damerow vom Institut für Landtechnik der Uni Bonn die Versuchspläne für die kommenden Monate vorgestellt. In einer lebhaften Diskussion mit der Praxisseite, vertreten von Herrn Markus Schwarz (Schwarz Gemüse und Erdbeeranbau), Frau Dr. Svea Pacyna-Schürheck und Herrn Lukas Zeitzem (Landgard GmbH & Co KG)  und Herrn Wilfried Hennes (LWK-NRW) wurde einige Anpassungen und Ergänzungen vorgenommen. Frau Christine John von der Verwaltung der Universität Bonn erläuterte zum Schluss einige Verwaltungsvorgaben, die helfen sollen, das Projekt termingerecht und innerhalb des bewilligten Finanzrahmens durchzuführen. Im Anschluss hatte die Teilnehmer Gelegenheit, auf dem Betrieb Schwarz die Salatproduktion zu sehen.

Ein Leben für die Gartenbauwissenschaft

Zu seinem wissenschaftlichen Wirken gab das KoGa-Gründungsmitglied Herr Prof. Dr. Georg Noga kürzlich ein Interview, das am 28. März 2017 im Generalanzeiger erschienen ist.

Herr Prof. Noga ist seit 1998 der geschäftsführender Direktor des INRES-Gartenbauwissenschaft an der Universität Bonn. Er war maßgeblich an der Gründung und am Aufbau des Koga-Netzwerkes beteiligt und ist bis heute im KoGa-Beirat und im KoGa-Lenkungsausschuss aktiv.

Den ausführlichen Artikel über sein Wirken rund um die Gartenbauwisssenschaft finden Sie hier:

 

http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wissen-und-bildung/hochschulen/Ein-Leben-f%C3%BCr-das-Obst-article3518768.html

Neue Mitarbeiterin am KoGa

Seit März 2017 ist Frau Mareike Zizka als wissenschaftliche Hilfskraft am Kompetenzzentrum Gartenbau beschäftigt und unterstützt Frau Kim Preuß in unserem Teilprojekt des Projektes "Potenziale und Praxisprogramm zur Erhöhung der ökologischen Vielfalt in Erwerbsobstanlagen und Streuobstwiesen". Zusätzlich schreibt Frau Zizka in diesem Bereich ihre Masterarbeit. Frau Zizka hat ihren Bachelor in Agrarwissenschaften an der Universität Bonn gemacht und studiert derzeit im Masterstudiengang mit Schwerpunkt "Nutzpflanzenwissenschaften" und "Naturschutz und Landschaftsökologie".

Erste Ergebnisse der Untersuchungsreihe zu Pflanzenschutzmittelrückständen bei verkaufsfähigen Topfpflanzen

Der Fokus der Untersuchungen lag 2016 auf  Euphorbia pulcherrima (Weihnachtsstern).

Um für die Zierpflanzenbaubetriebe Empfehlungen und Hinweise für den auflagenkonformen Pflanzenschutzmitteleinsatz zu erarbeiten, werden mit Unterstützung der Landgard Stiftung Untersuchungen von Topfpflanzen aus Praxisbetrieben durchgeführt.


Durchgeführte Aktivitäten im Jahr 2016
Der Fokus der Untersuchungen lag 2016 auf  Euphorbia pulcherrima (Weihnachtsstern). Hier wurden insgesamt 42 Proben genommen und von der LUFA NRW auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Parallel zur Probenahme wurden in den Betrieben verschiedene Angaben zur Kultur und zum Kulturverfahren erhoben. Das jeweilige Untersuchungsergebnis ging  direkt an den  Betrieb  und die Beratung,  so dass eine Beurteilung der Daten zeitnah zur Probennahme erfolgen konnte. Parallel dazu wurden die Werte in eine Datenbank überführt und alle Ergebnisse in anonymisierter Form auf einer Besprechung der Zierpflanzenberatung im Dezember 2016 vorgestellt und diskutiert.
Das Projekt wurde bei der KoGa-Mitgliederversammlung am 16.12.2016 vorgestellt und von den Teilnehmern mit großem Interesse aufgenommen.


Vorläufige Ergebnisse für Euphorbia pulcherrima

  • In den  Pflanzenproben wurden zwischen 2 und 12 Wirkstoffen/Probe nachgewiesen
  • Die Gehalte der Wirkstoffe haben insgesamt eine sehr hohe Schwankungsbreite. Speziell bei den z.T. sehr niedrigen Gehalten kann nicht immer auf eine direkte Anwendung des Pflanzenschutzmittels ausgegangen werden. Sie können auch durch Abdrift und Reste in den Pflanzenschutzgeräten auf die Pflanzen gelangt sein.
  • Bei den Untersuchungen wurden insgesamt  37 Wirkstoffe zu den verschiedenen Zielorganismen gefunden.
  • Die gefundenen Wirkstoffe haben eine Zulassung in Zierpflanzen in der EU bzw. eine einzelbetriebliche Zulassung in Nordrhein-Westfalen. 
  • Die Gehalte des zur Wuchshemmung eingesetzten Wirkstoffs Chlormequat hatten in den Probe  eine sehr große Bandbreite.
  • Es konnte kein signifikanter Unterschied bzgl. Wirkstoffbelastung zwischen Herkünften der Stecklinge aus Deutschland, dem europäischen oder außer-europäischen Ausland gefunden werden.
  • Betriebs-/Produktionsleiter signalisieren Umdenken in ihrer Pflanzenschutzstrategie, basierend auf den vorläufigen Ergebnissen.

Eine Infoveranstaltung zu Pflanzenschutzmittelrückständen im Zierpflanzenanbau wird im Sommer 2017 mit Betriebsleitern (Poinsettien und Beet- & Balkonsortiment) und der Beratung Zierpflanzenbau und Pflanzenschutz der LWK stattfinden.

Start des Innovationsprojekts „Optimierung des Anbaus von Pflücksalaten mittels Präzisionserkennung und -applikation von Pflanzenschutzmitteln“

Am 1.4.2017 startete die Operationelle Gruppe (OG) „Präzisionsgartenbau“ ihr Innovationsprojekt. Für drei Jahre finanziert durch das neue Förderinstrument „Europäische Innovationspartnerschaft“ (EIP) des Landes NRW, wird die Gruppe ein innovatives Verfahren entwickeln, das Erwerbsgartenbaubetrieben, insbesondere Produzenten von Blattsalaten, ein System zur optimierten Pflanzenschutzbehandlung ermöglicht. Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

31. BLE - Internationale Arbeitstagung

Vom 13. bis 15. März 2017 trafen sich ca. 200 Teilnehmer aus 20 Ländern zur 31. Arbeitstagung Qualitätskontrolle Obst und Gemüse im Gustav-Stresemann-Institut e.V. (GSI) in Bonn. KoGa-Mitglied Dr. Michael Blanke vom INRES-Gartenbauwissenschaft (Universität Bonn) war für uns dabei.

Dr. Karsten Klopp stellte vor dem Hintergrund sinkenden Obstkonsums die Veränderungen im Sortenspektrum im Obstbaugebiet Altes Land vor.

Kontrolleuren von staatlichen Stellen sowie Interessenten der Wirtschaft aus Deutschland und seinen Lieferländern bietet die BLE im zweijährigen Turnus eine Plattform zum Austausch über Warenkunde und Qualitätsproduktion, in diesem Jahr insbesondere zu Äpfeln, Zwiebeln, Lauch und Knoblauch. Außerdem ging es um die international einheitliche Anwendung von Vermarktungsnormen und Kontrollvorschriften sowie die Frage: Sorte oder Handelsmarkt – wer führt? Ein wichtiges Thema für Händler und Verbraucher war auch das Thema Kennzeichnung, insbesondere die Kennzeichnung des Ursprungslandes.

42. Beerenobsttag

Die Fachgruppe Obstbau Bonn/Rhein-Sieg veranstaltete am 16. Februar 2017 ihren 42. Beerenobsttag in den Räumlichkeiten des Versuchszentrums Gartenbau Köln-Auweiler der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Die große und weiter steigende Bedeutung des Beerenanbaus in Nordrhein-Westfalen zeigte sich sowohl an der großen Anzahl diskutierfreudiger Besucher als auch ausstellender Firmen. Ein ganztägiges Vortragsprogramm informierte über den aktuellen Stand und absehbare Entwicklungen im integrierten Erdbeeranbau mit entsprechenden Ergebnissen aus der intensiven Versuchstätigkeit in Auweiler. Weitere Themen waren Fragen des Schädlingsvorkommens und der Bekämpfungsmöglichkeiten im Beerenanbau sowie der Produktionsverfahren bei Topfkulturen mit Strauchbeeren.

Erfolgreiches Bundeskernobstseminar

Unter Leitung von Herrn Baab (DLR-Rheinpfalz) fand vom 10-12. Januar 2017 das 37. Bundeskernobstseminar in Bonn statt.

Unter dem Motto „Stellschrauben in der Produktion“ trafen sich 150 Teilnehmer im Gustav-Stresemann Institut in Bonn. Nach der Begrüßung durch Dr. Norbert Laun vom DLR Rheinpfalz und einem Einführungsvortrag über den deutschen Obstbau von Jörg Disselborg (FG Obstbau) wurde es international: Dr. Alexej Solomakhin, technischer Direktor bei Sad Gigant (‘großer Garten‘), einem der größten Obstbaubetriebe Russlands, stellte die Obstbauregionen in Russland mit Schwerpunkt in der klimatisch begünstigten Region um Krasnodar am Schwarzen Meer vor. Der Obstbau in Russland war für die meisten Zuhörern ein unbekanntes und in der aktuellen Situation des russischen Importembargos auch nicht unumstrittenes Thema. Dr. Solomakhin hatte seine Postdoc-Zeit 2009-2011 auf dem Campus Klein-Altendorf verbracht und ist maßgeblich an der RUGEFREN Initiative beteiligt. Weitere Vorträge am ersten Tag der Veranstaltung behandelten Öffentlichkeitsarbeit, den Einsatz von Hagelnetzen und Einsparpotentiale im Betrieb.

Am zweiten Tag standen Züchtungsfragen und dem chemischen Ausdünnen im Fokus. Am letzten Tag hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, zwei Betriebe im Rheinland kennen zu lernen. Zunächst ging es zur Obstbaumschule Schwichtenberg nach Rheinbach-Flerzheim, danach zum Margaretenhof von Bruno Müller in Grafschaft-Oeverich.

Berufsfelder und Berufschancen im Bereich Gartenbau

Mit über 50 Studierenden war das alljährliche Seminar für die Masterstudenten im Gartenbau am Montag, den 16. Januar 2017 im Hörsaal des INRES-Gartenbauwissenschaft, Universität Bonn gut besucht.

Im Einführungsreferat berichtete PD Dr. Felix Lippert von der Firma HortKinetix in Sinzig als ehemaliger Institutsabsolvent aus der alltäglichen Berufspraxis und sprach über Berufsmöglichkeiten im Bereich Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung von Gemüse und Obst in der Wertschöpfungskette vom Anbau bis zum LEH und betonte die Anforderungen an flexible Arbeitszeiten.

Im zweiten Vortrag referierte Frau König vom Deutschen Fruchthandelsverband über Tätigkeitsfelder im Groß- und Einzelhandel für Absolventen der Universität und unterstrich die Eigenheiten dieser Branche mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, aber auch den Vorteilen wie kurze Wege, großer Entscheidungsfreiheit, Bodenständigkeit und Nachhaltigkeit.

Im Abschlussreferat gab Dr. Michael Blanke einen statistischen Überblick über ca. 100 Absolventen des Instituts für Gartenbauwissenschaft in den letzten 20 Jahren mit einer breiten Palette an Berufen. Davon sind etwa ein Viertel im öffentlichen Dienst tätig (einschließlich ca. 8% bei der BLE und 6% bei der Landwirtschaftskammer NRW), ein weiteres Viertel in der chemischen Industrie, ca. 3% sind selbstständig, 6% arbeiten im Fruchthandel und ca. 3% bewirtschaften ihren eigenen Hof.

 

Am Ende waren sich alle Dozenten in drei Punkten einig, dass es in kaum einem anderen Berufsfeld eine so breit gefächerte Palette an Tätigkeiten gibt, Soft skills wie Spanisch oder Italienisch als gefragte Sprachen im Fruchthandel sowie ein Auslands- oder Praktikumsaufenthalt (Volontariat) und Thema der Masterarbeit letztendlich für den Beruf entscheidend sein können und es zur Zeit einen Mangel an qualifizierten Fachkräften im Gartenbau gibt.

Projektplanung und Taxonomiekurs in Bonn

Im Rahmen des mit Mitteln des BfN geförderten Projekts „Potenziale und Praxisprogramm zur Erhöhung der ökologischen Vielfalt in Erwerbsobstanlagen und Streuobstwiesen“ fanden vom 9.-13. Januar 2017 in Bonn zwei wichtige Veranstaltungen statt.

Zunächst (9./10.1.) besprachen Vertreter der vier im Projekt unter der Säule „Integrierte Produktion“ beteiligten Obstbauregionen (Altes Land/Niederelbe, Sachsen, Bodensee und Rheinland) ihre für 2017 geplanten Projektaktivitäten. Gleich im Anschluss an das Planungstreffen fand vom 10.-13. Januar unter fachkundiger Leitung von Dr. Andreé Hamm und Frau Kim Preuß ein Taxonomiekurs über die wichtigsten im Projekt zu erwartenden Insektenordnungen statt. Dieser Kurs wurde auch von Vertretern der Säule „Biologischer Obstbau“ besucht. Mit viel Enthusiasmus und Interesse stärkten die Teilnehmer durch Bestimmungsübungen ihre taxonomischen Kenntnisse von Bienen, Wespen, Schmetterlingen, Käfern, Wanzen, Spinnen & Co.