Aktuelles

Weitere aktuelle Themen in englischer Sprache finden Sie hier.

“Future Food Production“: Die DGG  2019 an der HU Berlin – Nachhaltige Anbausysteme im Vordergrund

Die Bonner DGG Teilnehmer, © Dr. Michael Blanke, Universität Bonn
Die Bonner DGG Teilnehmer, © Dr. Michael Blanke, Universität Bonn

Vom 3.-7. März 2019 trafen sich 277 Gartenbauwissenschaftler an der Humboldt Universität Berlin (HUB). Auf dem Programm standen 89 deutschsprachige Vorträge und 45 Poster. Das INRES Gartenbauwissenschaften des KoGa-Partners Universität Bonn war mit 5 Vorträgen, 5 Postern und 4 Sektionsleitungen stark vertreten. Hervorzuheben sind die Vorträge der Masterstudenten wie Florian Gierling zu Carbon Footprint von deutschem Wein als auch von Patrick Hess zur Verminderung des Kunststoffeinsatzes im Gartenbau, die zum ersten Mal vor wissenschaftlichem Publikum vorgetragen haben,  als auch die Poster- wie z.B. von Christa Lankes zu Nachbauproblemen oder von Masterstudentin Laura Hillmann, die großen Anklang fanden. Der Tagungsband mit den deutschsprachigen Abstracts ist frei auf der Homepage der DGG verfügbar (http://brickbornfarming.de/ocs_filesi/dokumente2019/Tagungsband_53_2019.pdf).

 

Nächstes Jahr findet anstelle der deutschsprachigen DGG-Tagung im März das - nach Wien, Angers und Chania-  vierte europäische, englischsprachige Symposium on Horticulture in Europe (SHE) im Juni 2020 in Stuttgart statt; 2021 wird die DGG-Tagung dann voraussichtlich in Erfurt stattfinden.

Prof. P. Schulze Lammers in den Ruhestand verabschiedet

Über 60 Gäste und Wegbegleiter folgten am Freitagnachmittag , 15. März 2019, der Einladung von Prof. Peter Schulze Lammers aus dem Institut für Landtechnik der Universität Bonn zu seinem offiziellen Abschied in den Ruhestand.

Bei der Verabschiedung wurde Prof. Schulze Lammers mit der Dencker-Ehrennadel für seine Verdienste gewürdigt. Prof. Schulze Lammers war von Anfang an Mitglied im KoGa Lenkungsausschuss. Er initiierte viele gemeinsame Projekte, die durch 49 gemeinsame Publikationen mit dem INRES-Gartenbauwissenschaft sichtbar sind. Er wird noch im Sommersemester die Vorlesungen halten, bis sie sein Nachfolger, Prof. Christopher McCool übernimmt. Prof. McCool kommt von der QUT (Queensland University of Technology) in Brisbane, Australien mit Schwerpunkt Digitalisierung und Robotik.

Von Drohnen bis ‘Robot-ready orchards’

Transatlantisches Symposium zu ‘Mechanisierung und Automatisierung im Obstbau’ am ATB Potsdam/Berlin.

Am Rande der Fruit Logistica tauschten am 5. Februar 2019 in Berlin fast 50 Wissenschaftler und Forscher ihre neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Mechanisierung und Automation in Obstanlagen aus und identifizierten Bereiche zukünftiger Zusammenarbeit. Eingeladen zum eintägigen Symposium deutscher und amerikanischer Obstfachleute hatte Prof. Manuela Zude vom  ATB Potsdam. Die amerikanischen Obstfachleute stammten aus Washington State an der Pazifischen Nordwestküste, dem mit ca.  44. 000 ha und 2, 5 Millionen t Äpfeln größten Apfelanbaugebiet der Erde. Zu den Themen gehörten zerstörungsfreie Bestimmung der Fruchtreife bei Apfel, Bestimmung des optimalen Erntetermins, Einsatz autonomer Systeme in Obstanlagen, Vorbereitung der Obstanlagen für Roboter gesteuerte Ernte und Ethylenabsorber und Sensoren bei der Apfellagerung.

Von der Universität Bonn stellte Dr. Michael Blanke 4-jährige Ergebnisse aus Klein-Altendorf zur nicht-destruktiven Messung des Chlorophyllabbaus in der Schale als Reifekriterium von Äpfeln vor. Bisher war kaum bekannt, dass es bei der Bestimmung des optimalen Erntetermins zu Diskrepanzen zwischen dem Verlauf des Chlorophyllabbaus und Streif-/Reife-Index kommen kann (Acta Horticulturae 1228, 363-369. Doi10.17660/ActaHortic.2018.1228.54).

Das Symposium wurde mit einem von Helene Foltan geführten Rundgang durch die Feldversuche und Labors des ATB abgeschlossen. 

Was macht man, wenn eine Bachelor Arbeit mehr Potential aufweist?

Ein Artikel, der im Rahmen einer BSc-Arbeit beim Fachgebiet Gartenbauwissenschaften, Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn angefertigt wurde, wird als hoch zitierte Arbeit im Web of Science, Clarivate Analytics gelistet.

Mehdi Bisbis
Mehdi Bisbis

Der Artikel “Potential impacts of climate change on vegetable production and product quality – A review“, geschrieben in Mitautorenschaft von Mehdi Bisbis, Nazim Gruda und Michael Blanke wurde zu Beginn des Jahres 2018 im Journal of Cleaner Production. veröffentlicht. (https://doi.org/10.1016/j.jclepro.2017.09.224).


Dieser Artikel erhielt 2018 genügend Zitate, um es unter den 1% Publikationen des akademischen Feldes zu platzieren, basierend auf einer oft zitierten Schwelle für das Feld und dem Veröffentlichungsjahr. Diese Liste erkennt weltweit veröffentlichte Artikel an, die aufgrund ihrer Forschungsbedeutung von Web of Science, Clarivate Analytics, ausgewählt werden. Die Arbeit basiert auf der BSc-Arbeit von Herrn Mehdi Bisbis, wobei Prof. Dr. Gruda als erster und Dr. Blanke als zweiter Supervisor agierten. Herr Bisbis ist nach dem erfolgreichen Abschluss seiner MSc-Arbeit Arbeit am Research Centre Wageningen, wieder an die Universität Bonn zurückgekehrt und arbeitet bereits an seiner zweiten MSc-Arbeit. Wir gratulieren Herrn Bisbis zu seiner hervorragenden Arbeit.

Ein Jahr der Veränderung

 

Liebe KoGa-Mitglieder und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,


„Es gibt nichts Stetigeres als Veränderung“ – mit diesem Zitat von Heraklit ist die Arbeit im KoGa-Verbund bestens dargestellt. Anfang des Jahres wurde Prof. Dr. Georg Noga in den Ruhestand verabschiedet und Prof. Dr. Eike Lüdeling nahm seine Arbeit als Leiter der Professur Gartenbauwissenschaften auf. Eine so gravierende Veränderung bringt viele neue Impulse und Aspekte mit sich. Im Interview auf Seite 2 beschreibt Prof. Lüdeling seine Pläne für die Zukunft des Gartenbaus. Das Jahr stand auch im Zeichen der Veränderungen, die sich in der nicht mehr allzu fernen Zukunft durch die Pläne des Landes Rheinland-Pfalz für den Standort Klein-Altendorf ergeben werden. In verschiedenen Foren wurde mit Vertretern von Berufsstand, Verbänden, KoGa-Trägereinrichtungen und weiteren Partnern ergebnisoffen über mögliche Szenarien gesprochen. Noch gibt es keine endgültige Entscheidung aber dennoch ein paar Silberstreifen am Horizont. Die wichtigste Erkenntnis der Besprechungen war, dass alle Partner den Verbund und die Zusammenarbeit, die Praxisrelevanz und die Interdisziplinarität seiner Aktivitäten für wichtig erachten und weiterführen wollen.


Aus der Vielzahl der KoGa-Verbundprojekte haben wir wieder einige herausgegriffen. Ein neues Projekt widmet sich diesmal dem Zierpflanzenbau – auf Seite 4 wird es vorgestellt. Das bundesweite Projekt „Ökologische Vielfalt in Obstanlagen“ hat – auch aufgrund des großen öffentlichen Interesses am „Insektensterben“ – eine Vielzahl an Öffentlichkeitsveranstaltungen mit gestaltet, bei denen es sich zeigte, wie groß der Gesprächsbedarf der Besucher ist. Die Kinder hatten viel Spaß an den von uns entworfenen Puzzles sowie den unter dem Binokular ganz groß herauskommenden Insekten. Inzwischen sind im Projekt fünf Bachelor- sowie eine Masterarbeit vollendet worden und erste Ergebnisse auf Fachtagungen publiziert worden.


Anträge für neue Verbundprojekte wurden u.a. im Rahmen des NRW Schwerpunkts „Umwelt- und standortgerechte Landwirtschaft“, dem Innovationsprogramm der BLE, dem Aufruf zu „Experimentierfeldern in der Landwirtschaft“ und dem Aufruf „Gartenbau 4.0“ gestellt. Bei allen erwarten wir in den nächsten Wochen die Ergebnisse. Den Aufruf für die zweite Runde der EIP-Agri Anträge in NRW erwarten wir ebenfalls mit Spannung.


Mit diesen Aktivitäten, Plänen und neuen Impulsen blicken wir zuversichtlich in das nächste Jahr, in dem wir weiterhin eng mit allen KoGa-Partnern zusammenarbeiten werden.


Ihre
Dr. Hannah Jaenicke
KoGa-Koordinatorin